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Projekte

In der Zeit ab 1982 ...

... gab es eine Unzahl an Projekten, die ich initiiert beziehungsweise durchgeführt habe. Einige der wichtigsten möchte ich hier vorstellen.
Obwohl die Projekte teilweise schon sehr lange zurückliegen, gibt es die Möglichkeit, bei Interesse Restbestände der Zeitschrift "Pan Arts Magazin" und "Pan Arts Publications" zu erwerben.

   
Muchadoo


"Muchadoo" war der Name meines ersten eigenen Bandprojektes. Die Idee, die dahinter stand war, Musiker unterschiedlicher Nationalitäten zusammen zu bringen und ein melodiöses Percussionensemble zu bilden. Offensichtlich ist uns das recht gut gelungen, denn bei der Premiere saß Karl Ratzer im Publikum, der anschließend meinte: "Jungs, des groovt!"
Die Besetzung von Muchadoo war (auf dem Bild von links nach rechts):
Kevin Lambert, perc., voc. (USA)
Christian Havel, guit. (Österreich)
Franz Hundsberger, bass (Österreich)
Jimmy Fall, perc., voc. (Senegal)
Sacha Otto, sax. (Österreich)
Ricardo Matheus, perc., voc. (Brasilien)
Gerhard Reiter, perc. (Österreich)
Kurz nach Gründung des Ensembles kam noch die amerikanische Sängerin und Tänzerin Kim Cooper, später durch "Beat 4 Feet" und "Rounder Girls" bekannt geworden, zur Truppe.


   
Etwa 5 Jahre später ...


gründete ich das Ensemble "Sheich Masmudi" mit Musikern aus Syrien, der Türkei, dem Irak und der Tänzerin Dalyla Rami" aus Marokko. Dieses Projekt ging mir nicht wirklich von der Hand, es verschob sich und kam nicht so recht vom Fleck, was möglicherweise an der Kombination der "arabischen Brüder" unter der Leitung eines österreichischen Perkussionisten liegen mochte. Aus diesem Grund verabschiedete ich mich von meinen Kollegen und baute die Band neu auf.
Dalyla Rami nahm ich mit, und als Musiker bildete ich zwei meiner damaligen Schüler aus, um als Percussion-Trio aufzutreten. Für viele von euch mag das nun eine Überraschung sein, denn beide sind heute aus der österreichischen Percussionszene nicht mehr wegzudenken:
Herwig Stieger (im Bild links) und Gerhard Kero (Bild Mitte)


   
Das nächste große Bandprojekt war "Ziryab" ...


... benannt nach einem irakischen Musiker des 9. Jhdts.
"Ziryab" gründete ich gemeinsam mit dem tunesischen Sänger / Udspieler Dhafer Youssef und dem österreichischen Keyboarder Wolfgang Seligo, im Foto als Urbesetzung zu sehen. Kurz nach der Gründung suchten wir als Erweiterung des Ensembles Bläser und Streicher und nahmen in dieser großen Besetzung "live" die CD Tarik in Wien auf. In den darauffolgenden Jahren spielten wir national und international viele große Shows und Konzerte, unter anderem auch als Begleitband für viele internationale Tanzstars (Sherezade, Laila Haddad, Amoura, Dalyla Rami, Wendy Buonaventura, Manis, ...).


   
Aber nicht nur Bandprojekte fanden in den 80ern und 90ern statt, ...

... sondern es kam zu einer immer größeren Zuwendung zum Unterricht und der Methodik und Didaktik des Unterrichts.
Darüber hinaus wurde ich mir immer mehr bewusst, dass die Ausländerfeindlichkeit in Wien / Österreich sehr massiv war. Da ich durch meine Arbeit als Perkussionist mit Schwerpunkt außereuropäische Musik sehr viel mit ausländischen Musikern in Berührung kam (und herausfand, dass nicht alle gleich und nicht alle schlecht sind), sah ich bald, dass eine Feindlichkeit in erster Linie durch Angst entsteht, und die Angst hauptsächlich durch nicht Wissen und nicht Verstehen einer fremden Mentalität. Das führte in der Folge zum Start einer Reihe von Projekten, die ich hier vorstellen möchte.

   
In Wien, in der Neubaugasse ...


fand ich ein Kellerlokal, das ich zu Percussion-Unterrichtsräumen umbauen wollte. Da mir dieses Projekt alleine zu groß (und teuer) war, nahm ich als Co-Piloten meinen damaligen Schüler Gerhard Bürger, heute als Gerhard Kero bekannt, dazu. Gemeinsam bauten wir die erste Percussionschule in Wien auf (und meines Wissens auch die erste in Österreich), lange Jahre als "Neubaugasse" bekannt, heute unter dem Namen "Beatfactory".
In der "Beatfactory" unterrichteten wir was das Zeug hielt Congas, Djembe, Darabukka, ...
Viele der österreichischen Perkussionisten, die heute in Bands spielen, gingen damals durch unsere Hände.


   
1993


... gründete ich den Verein "Pan Arts International".
Wie schon der Titel besagt, sollten in diesem Verein alle möglichen Künste (Pan Arts) zu Geltung kommen, und das auf internationalem Niveau.
Erklärtes Ziel des Vereines war die Information über Kulturen weltweit (inclusive der eigenen, mitteleuropäischen). Neben Erfahrungsgewinn sollte durch diese Beschäftigung die Ausländerfeindlichkeit etwas gemildert werden.
Der Verein sollte verschiedene Projekte durchführen, eines davon war, internationale Top-Musiker für Konzerte und Workshops nach Österreich zu holen. In Norbert Eckermann, dem Erzeuger wundervoller Rahmentrommeln (Eckermann Drums) fand ich einen congenialen Partner für dieses Vorhaben. Gemeinsam organisierten wir unzählige Veranstaltungen mit Glen Velez (USA), Hossam Ramzy (Ägypten / England), Mel Mercier (Irland), Michael Metzler (BRD), Jarrod Cagwin (USA) und Carlo Rizzo (Italien).


   
Der Unterricht ...


... in der "beatfactory", bei Kongressen, Musiklehrer-Fertbildungen, usw. wurde immer mehr, und bald war ich es Leid, mich immer auf jede Stunde, jeden Vortrag vorbereiten zu müssen. Aus diesem Gedanken der Faulheit heraus begann ich, meinen Unterricht zu systematisieren, grundlegende Abläufe zu analysieren und Erfordernisse für einen funktionierenden Unterricht zu etablieren. Mit anderen Worten: Ich beschäftigte mich mit Methodik und Didaktik des Unterrichtes, aber nicht aufgrund eines Studiums, sondern lediglich als Auswertung meiner Erfahrungen beim Unterricht.
Diese Faulheit, mit der es begonnen hat resultierte in inzwischen ca. 2000 geschriebenen und zum Großteil noch nicht publizierten Seiten über Unterricht und dessen Aufbereitung, von mir TimeLine International Music School genannt. Es handelt sich also nicht wirklich um den Ort einer Schule (obwohl der natürlich zur Durchführung erforderlich ist), sondern um ein Unterrichtssystem.
1994 bekam ich durch Gerhard Jessl, den Chef des Drumhouse in Gmunden / OÖ, die Gelegenheit, mein System in die Praxis umzusetzen, indem er mir Unterrichtsräume in seinem Geschäft anbot. Einige Jahre lang konnte ich dadurch mein System auf "Herz und Nieren" testen.


   
Die Gründung des Verlages Pan Arts Publications ...


... war eine logische Folge der "TimeLine"-Schule, da ich meine Materialien auch publizieren wollte.
Zwei kleine Bände mit Percussionarrangements konnt ich mit dem Verlag auch durchziehen, unzählige waren schon in Planung, als mir private Schwierigkeiten einen Strich durch die Rechnung machten.
Die Folge war, dass ich seit 2000 den Verlag, den Verein und das Schulprojekt hintanstellen muss ... aber noch leben alle drei!


   
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